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Erik Madigan Heck . Guinevere van Seenus . “The High Priestess” . Creem Magazine //

Neulich stieß ich auf ein überaus kunstvolles Editorial in der neuesten Ausgabe des Creem Magazine. Es stellte sich heraus, dass es sich eigentlich um einen Film handelt, den Fotograf Erik Madigan Heck für und mit Model Guinevere van Seenus in und um ein altes Anwesen in Upstate New York gemacht hat. Dieser Film wiederum ist eigentlich eine Collage aus Fotos, Musik und gesprochenem Wort. Auf Altniederländisch wird ein Gedicht von Jan Luyken vorgelesen, während ein Rework von Arvo Pärts “L’Abbé Agathon” erklingt. Und Pate für diese dichte, unheimlich wirkende Serie stand die Legende um Päpstin Johanna, eine gelehrte Frau, die sich als Mann ausgegeben und als Papst amtiert haben soll. Handfeste Beweise in der Geschichtswissenschaft gibt es dafür kaum. Umso mehr eignet sich dieser Stoff als hervorragende Inspirationsquelle, so muss sich das auch Erik Madigan Heck gedacht haben. Der Mann ist ohnehin gut im Geschäft derzeit. Und dennoch erkennt man stets seine Handschrift, der er treu bleibt – ganz gleich, ob es sich um ein freies Projekt oder eine kommerzielle Arbeit handelt. Auch hier im Fundbureau habe diesen Herren schon vorgestellt (nachzulesen hier und hier). Den Film könnt ihr entspannt bei Nowness sehen und das Portfolio gibt’s hier: www.maisondesprit.com.

Camilla Åkrans . “Rush Hour” . Vogue Deutsch //

Radfahren ist cool. Daran führt kein Weg vorbei. Nicht nur, weil es die Umwelt schont und die eigene Ertüchtigung erfordert und deshalb gut für den Körper ist, nein, sondern auch aus Gesichtspunkten, die weitaus weniger wichtig wären. Denn theoretisch kommt man auch mit dem ältesten Drahtesel überall an, doch das Rad ist in der modernen, urbanen Welt auch ein Ausdruck des Stils, eine Art neues Statussymbol. Es ist auf jeden Fall viel mehr als nur ein schnödes Fortbewegungsmittel. So wie Kleidung auch mehr ist als nur schützender Stoff. Dass man eher selten derart cool daherradelt wie Hilary Rhoda im von Camilla Åkrans fotografierten Editorial für die neue, gerade erschienene August-Ausgabe der deutschen Vogue, spielt dabei keine Rolle. Wer möchte schon Aufnahmen von Radlern mit Helm und Regenhose und Fahrradkorb und in einer Modebibel sehen? Hier geht’s um Stil. Hier wird das Rad zum Fashion Statement. Outfit und Rad bilden eine Einheit, der urbane Raum die Bühne für dieses Schauspiel. Der Titel “Rush Hour” hat nebenher rein konzeptionell nichts mit der kultigen Film-Reihe zu tun, ist wohl als Erinnerung daran zu verstehen, dass man eben doch per Velo oft schneller am Ziel ist.

Die aktuelle Ausgabe der deutschen Vogue findet ihr am Kiosk und Camilla Åkrans wird vertreten durch Lundlund.

Craig McDean . Mia Wasikowska . Interview Magazine //

Nicht so lange ist’s her, dass ich die wunderbaren Aufnahmen von Elle Fanning zeigte, die Craig McDean für die Mai-Ausgabe des Interview Magazine gemacht hatte (siehe hier). In der kommenden August-Ausgabe gehört das Cover wieder Mr. McDean und vor seiner Kamera stand die nicht minder schöne und überaus talentierte Australierin Mia Wasikowska. Ich sah sie zuletzt im ruhig erzählten und atemberaubend bebilderten Film “Spuren” über die Aussteigerin Robyn Davidson, die durch ihre ambitionierte Reise zur Legende wurde. Doch im Grunde ist es jedes Mal eine Freude, sie auf der Leinwand erleben zu dürfen. Seit “Alice im Wunderland” spielte sie in einer Reihe an bemerkenswerten Streifen mit, oft an der Seite bekannter Namen. Dass sie dennoch gerne daheim in Down Under ist, wo die Glitzerwelt Hollywoods ihr wenig anhaben kann, spricht für jemanden, der nicht abgehoben ist. Im Gegenteil: geradezu schüchtern. Und dabei kraftvoll und fokussiert wirkt. Zerbrechlich und stark zugleich. Und immer auch einen Hauch rätselhaft. Craig McDean inszeniert Mia Wasikowska hier in einem modernen, glatten, ja reduzierten Ambiente in ebensolchen Outfits. Schlichtheit und Eleganz gepaart mit Coolness und einem Blick, dem man nicht widerstehen kann. Die komplette Strecke gibt’s in der neuen August-Ausgabe, mehr zu lesen auch hier: www.interviewmagazine.com. Und Craig McDean findet ihr u.a. bei Art+Commerce.

Johannes Löwe . Selfie-Projekt Berlin . ZEITmagazin //

Das Selfie ist voll im Trend. Gemeint ist ein schlichtes Selbstportrait. Eigentlich nichts Neues, schon die Alten Meister haben von sich selbst Gemälde angefertigt. Und schon immer waren es Interpretationen des Selbst, Bilder von einem Ich, wie es sich sehen möchte respektive wie es von anderen gesehen werden will. Demnach zeigt ein Selfie nicht unbedingt die ganze Wahrheit, sondern nur eine Inszenierung. Jeder bestimmt, wann und in welcher Situation er/sie sich fotografiert. Dann wird das schnelle Werk oftmals durch einen Filter aufgehübscht und den Freunden, den Fans via soziale Netzwerke präsentiert. Das soll Nähe erzeugen. Obgleich sich mancher vielleicht gerade auf einem anderen Kontinent aufhalten mag, wenn ein Selfie aus dem Freundeskreis online gestellt wird, so fühlt man sich trotzdem nah. Teilhabe am Leben der anderen – das ist nicht nur Grundgedanke von sozialen Netzwerken insgesamt, sondern trifft auch auf Selfies zu.

» Mit einer Digitalkamera hätte es nie funktioniert. Da sieht man ja gleich das Bild, was man gemacht hat, und kann es löschen. «

– Johannes Löwe

Anlässlich der aktuellen ausklingenden Berliner Modewoche hat das ZEITmagazin das Selfie zum großen Thema gemacht – einer Konferenz und ihres Heftes, das gestern erschienen ist. Daraus stammen auch obige Aufnahmen, die wiederum aus dem Archiv des Fotografen Johannes Löwe entliehen sind. Dieser hat, als das Selfie an sich und als Begriff noch nicht geboren war, Freunde und flüchtige Bekanntschaften im Berliner Nachtleben gebeten, ein Selbstportrait von sich zu machen. Dafür hatte er immer eine analoge Kamera mit Schwarz/Weiß-Film dabei. Dies war essentiell, denn wäre es eine digitale Kamera gewesen, so hätte jeder gleich sein Foto sehen wollen. Man hätte misslungene Fotos sofort löschen können. Das war aber nicht Sinn der Aktion. Löwe sagt dazu: “Diese Bilder, das ist mein persönliches Berlin. Die Menschen, die für mich diese Stadt ausmachen.”

Mehr Fotos von Johannes Löwe gibt’s im aktuellen ZEITmagazin Nr. 23/2014 oder online hier oder im Portfolio von ihm unter: www.johannesloewe.com. Ich mache mich jetzt auch auf nach Berlin, also bis nächste Woche! Genießt den Sonnenschein!

Lars Kemnitz . Heidrun Fiedler . Schauspielportraits //

Im April und Mai hatte ich die große Freude, in zwei Sessions neue Portraits für eine liebe Freundin von mir zu schießen, die Schauspielerin Heidrun Fiedler. Klassische Locations in der Hamburger HafenCity wurden durch lebendige und äußerst geschmackvolle Orte in Wilhelmsburg ergänzt, dazu gefühlte ein Dutzend Outfits et voilà: ein abwechslungsreiches und sehr vielseitiges Potpourri an Aufnahmen ist entstanden und zeigt, was in ihr steckt. Wem der Name (noch) nichts sagt, dem sei die diesjährige Produktion der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg empfohlen. In “Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado” ist Heidrun in der weiblichen Hauptrolle als Mary Helmers an der Seite so erfahrener und bekannter Kollegen wie Christian Kohlund und Wayne Carpendale noch bis Anfang September zu sehen. Mehr Infos hier: www.karl-may-spiele.de.

Eine noch größere Auswahl an Fotos ist ab jetzt auf www.kemnitzkannenberg.com verfügbar oder auf meiner Facebook Page: www.facebook.com/larskemnitzphotography. Heidrun Fiedler wird vertreten von Agentur Gehrmann: www.agentur-gehrmann.de. Und zuletzt noch ihre eigene Website: www.heidrunfiedler.com.

Truman Capote . Horst Diekgerdes . Palina Rojinski . Interview Deutsch //

» Frage: Als was würdest du gerne wiedergeboren werden?

Capote: Als Bussard. Er ist hässlich, ungeliebt, nirgendwo willkommen. Die Freiheit, die damit verbunden ist, hat viele Vorzüge. «

Einen Beitrag mit einem Zitat von Truman Capote zu eröffnen, ist durchaus famos. Und ganz insgeheim wollte ich’s eh schon lange. Aber aus aktuellem Anlass geschieht es genau jetzt, wo sich in der Juli/August-Doppelausgabe der deutschen Interview eine Auswahl von drei Geschichten des US-amerikanischen Exzentrikers befinden, die er 1979 fürs Magazin geschrieben hat, nachdem Andy Warhol ihn unter seine Fittiche genommen hatte. Es war eine Folge seines unvollendeten Romans “Erhörte Gebete”, dass er aus der höheren Gesellschaft verbannt wurde. Darin hatte er bisweilen schamlos Indiskretionen zum Besten gegeben. Von Alkohol und Drogen abhängig, sollte sein letztendlich kurzes Intermezzo bei Warhols Interview Magazine seinen Ruf rehabilitieren. Das klappte nicht wirklich. Doch viele dieser kurzen Geschichten, die als “Conversations with Truman Capote” veröffentlicht wurden, sind mittlerweile legendär. Peter Praschl, Executive Literary Editor von Interview, hat erwähnte drei Geschichten ausgesucht und neu übersetzt ins Deutsche. Könnte es eine bessere Sommerlektüre geben? Nein, tatsächlich nicht!

Neben Capote widmet sich die Doppelausgabe u.a. einer Frau, die man auf obigen Fotos z.T. vermutlich gar nicht erkennen dürfte, weil Horst Diekgerdes hier so schlichte, so elegante und zeitlose Portraits von ihr geschossen hat, die sie zeigen, wie man sie noch nicht gesehen hat: Die Rede ist von Palina Rojinski. Die gebürtige Russin ist ein wahrer Tausendsassa: Moderatorin, Schauspielerin, DJane, Stilikone. Ihre bunten und eigenwilligen Outfits ließ sie für dieses Shooting daheim. Doch wer an ein oberflächliches Modepüppchen denkt, liegt komplett falsch. Eine Frau mit Power (daher wohl auch der Künstlername als DJane “Palina Power”) und Köpfchen. Bei MTV Home nahm alles seinen Lauf. Mittlerweile moderiert sie vieles, ihr neuestes Format heißt “Offline”, läuft demnächst an im TV. Auch bei “Got to Dance” ist sie am Start. Eigentlich ist sie omnipräsent, ein Kind des Internets und des Medienzeitalters. Eine lebensfrohe Persönlichkeit. Grund genug für die deutsche Interview sie aufs Cover zu holen.

Capote & Rojinski sind für mich ein erstes Traumduo des anstehenden Sommers. Jedenfalls gefällt mir diese Doppelausgabe sehr sehr sehr. Und wer Capote offline lesen will, der sollte sich die limitierte Sammlerausgabe sichern (mit reduziertem Schwarz/Weiß-Cover). Alle anderen dürfen zur normalen Ausgabe greifen (farbiges Cover). Und so schließe ich mit den Worten von Editorial Director Bernd Runge: “Leben Sie reich!”

Hier geht’s zur Website der deutschen Interview: www.interview.de.

Lars Kemnitz . Christian R. Meyer . Schauspielportraits//

Neue Portraits aus meiner digitalen Dunkelkammer – vor ein paar Wochen war ich mit dem äußerst begabten Schauspieler und Filmemacher Christian R. Meyer, einem guten Freund, unterwegs, um neue offizielle Schauspielportraits zu schießen. Dabei stand seine Vielseitigkeit im Vordergrund.

Welche Facette seines Selbst möchte man zeigen, was bietet man Castern an, in welcher Rolle sieht man sich – früher oder später muss jeder Schauspieler sich diese Fragen stellen. Dafür ist eine gewisse Selbstkenntnis unerlässlich, aber auch der Blick von außen hilfreich.

Schauspielportraits kann man so oder so machen – was richtig ist, liegt oft im Auge des Betrachters. Und so geht es weniger um kunstvolle oder originelle Fotografie, sondern mehr um Authentizität. Die Person spürbar machen, sie zeigen, wie sie ist. Klingt einfach, ist es aber nicht. Daher taste ich mich langsam heran ans Metier, in naher Zukunft werde ich noch mehr in diese Richtung an dieser Stelle zeigen. Einfach weil’s spannend ist und man sieht, wie kleine Veränderungen an der Frisur oder der Kleidung einen anderen Menschen vor die Linse zaubern können beziehungsweise die Wahrnehmung beeinflussen. Irre. Das ist im besten Fall so glaubhaft, dass kein Caster widerstehen kann. Viel Fantasie ist dann nicht mehr nötig. Und genau darum geht es letztendlich.

Neues von mir findet ihr auch immer ganz frisch auf meiner neuen Facebook Page: www.facebook.com/larskemnitzphotography. Und die Website von Christian ist folgende: www.christianrmeyer.com.

Silja Magg . Ashley Smith . unFLOP Paper //

Aus der bald erscheinenden Nummer 6 des italienischen unFLOP Paper, das sich zweimal jährlich mit zeitgenössischer Kultur auseinandersetzt, stammen diese Aufnahmen, jedenfalls z.T. Fotografin Silja Magg, in New York wohnhaft, inszenierte Supermodel Ashley Smith ganz lässig mit Kippe, Perücke und Sträflingsshirt in einem Editorial, das zwischen den Polen Fashion, Portrait und Homestory liegt. Frech, authentisch, sexy – eine schöne Mischung aus inszenierten Posen und Momenten, die so ganz nebenher fotografiert wirken. Viel natürliches Licht, viel Schwarz/Weiß – da werde ich schwach. Und bei der Fotografie von Silja Magg ohnehin und schon länger. Ich mag ihren Stil einfach. Wer auf den Geschmack gekommen ist und mehr sehen will, hier: www.siljamagg.com. Auf dem Laufenden bleibt man beim unFLOP Paper am besten via Facebook: www.facebook.com/unFlop.

Lise Ulrich – Die Poesie nordischer Landschaften //

Sorry für die kleine Abstinenz, ist ja WM und trotzdem liegt noch Arbeit auf dem Tisch. Da kommt das Bloggen etwas kurz. Dafür gibt’s heute Fotos der dänischen Fotografin und Autorin Lise Ulrich, die ich neulich in der bereits erwähnten ersten Ausgabe von Oak - The Nordic Journal entdeckt habe. Dort ging es um die Farøer Inseln, doch auch auf dem dänischen Festland oder fernab auf Island findet Lise ihre Motive: atemberaubende Landschaften, die poetischer nicht sein könnten. Landschaften voller Extreme. Spontan packt mich da die Reiselust, die Sehnsucht nach Abenteuer in der Einsamkeit des Nordens. Gestern war schließlich der längste Tag des Jahres, Mittsommerfest, der perfekte Zeitpunkt eigentlich für eine solche Reise. Die Sonne geht nicht mehr unter, zumindest auf Island. Wer dies derzeit genießen darf, dem sende ich allerbeste Grüße. Und für alle anderen sind diese Aufnahmen bestimmt. Es gibt natürlich noch viele weitere wunderbare Aufnahmen von Lise zu entecken, einfach hier klicken: www.lisephoto.com.

Mike Meiré . GQ Italia . Speciale Mondiali Brasile 2014 //

Man sagt, das Cover verkaufe die Auflage. Daher gilt es aufzufallen. Seit Mike Meiré vergangenen Herbst die Creative Direction der GQ Italia übernommen hat, habe ich das Heft im Blick. Dabei gehöre ich eigentlich nicht zur Leserschaft der GQ, auch nicht der deutschen. Doch wo GQ drauf steht, ist nicht zwangsweise in jedem Land das Gleiche drin – hier verhält es sich wie mit der Vogue oder dem Interview Magazine: Jede Länderausgabe ist anders. Nur die Kerninhalte bleiben gleich. Gestalterisch gibt es jedoch große Unterschiede.

Wenn ich mir jetzt die GQ Italia anschaue, dann bekomme ich tatsächlich Lust einzusteigen. Es ist WM, Fußballleidenschaft überall. Und vom Cover grüßen Mario Balotelli, Andrea Pirlo, Cesare Prandelli und Francesco Totti (oben nicht zu sehen). Also zwei aktuelle Spieler der italienischen Nationalmannschaft, ein Daheimgebliebener (eben Totti) und deren Trainer. Die an sich schon starken Portraits werden umrahmt von spielerischer Typografie und Sprechblasen, die aus dem Comic entliehen sind. Dazu die Farbgebung von beispielsweise dem Balotelli-Cover e prego: Es knallt. Nicht nur im Tor, sondern vor allem optisch. Erfrischend unkonventionell und spannend ist das, was Mike Meiré hier zelebriert. Und es rückt das Sujet Lifystyle-Magazin für Männer in ein ganz neues Licht. Nun sind die Kicker der Squadra Azzurra freilich ziemlich cool, auf und außerhalb des Rasens. Haben Stil im Blut, könnte man sagen. Aber erst die Inszenierung macht die Sache rund. Sehr sehr geil.

Wen nun noch interessiert, welche Fotografen hier am Werk waren, einmal der Reihe nach. Mario Balotelli wurde von Mattia Balsamini abgelichtet, Andrea Pirlo von Alessandro Albert und Cesare Prandelli von CG Watkins. Mike Meirés Agentur Meiré und Meiré findet ihr hier: www.meireundmeire.de. Und die GQ Italia schließlich am gut sortierten Kiosk.

Benny Horne . “Alex Israel” . Numéro //

Falls ihr euch fragt, wer Alex Israel eigentlich ist: keine Angst, ich wusste es auch nicht. Doch wer sich mit zeitgenössischer Kunst auskennt, der hat den Namen vermutlich schon gehört. Mr. Israel ist ein Künstler aus L.A., dessen farbenfrohe Pastellbilder in Galerien und Museen von Kalifornien bis Schweden zu finden sind. Mr. Israel ist schwer angesagt. Gut zu wissen.

Ich hätte gar etwas verpasst, wenn mir nicht diese tollen Aufnahmen von Benny Horne für die Juni/Juli-Ausgabe von Numéro über den Weg gelaufen wären. Titel: “Alex Israel”. Und da wurde ich neugierig. Nun, Alex Israels Ästhetik stand hier Pate fürs Body Painting vor sommerlicher Strandkulisse. So entsteht aus seinen ansonsten statischen Gemälden quasi eine Live-Art-Installation. Finde ich von der Idee her grandios und sieht ebenso aus. Manchmal braucht’s ja nicht viel, um eine große Wirkung zu erzielen. Und als passender Ausklang sonnenverwöhnter Pfingsttage taugt diese Strecke ohne Zweifel.

Die aktuelle Ausgabe von Numéro gibt’s am Kiosk und Benny Horne findet ihr hier: www.benny-horne.com.

Abschließend an dieser Stelle werde ich nicht müde, auf meine neue Facebook Page hinzuweisen. Für alle, die sich für mein aktuelles Schaffen interessieren: www.facebook.com/larskemnitzphotography.

Mario Sorrenti . “Queen Frostine” . 032c //

Wer träumt nicht davon, sich einmal von Kopf bis Fuß mit Eiscrème, Schokoladensauce, Streuseln und Sprühsahne einzureiben? Okay, vielleicht nicht jeder und ja, eine solche Aktion dürfte schließlich in ein riesiges Schlachtfeld münden. Aber den Spaß wäre es wohl wert. Und für jeden Fotografen sind Inszenierungen dieser Art natürlich ein Traum.

So hat sich Mario Sorrenti hier für seine Strecke “Queen Frostine” richtig ins Zeug gelegt, vorher aber sicherheitshalber das Studio mit Plastikplanen abgedeckt. Wie man es vom Italiener gewohnt ist, kreiert er aus oben genannten Zutaten visuell äußerst leckeren Augenschmaus. Mit viel Haut und Sexiness. Und da das ganze Spektakel jüngst in der aktuellen Sommer-Ausgabe von 032c erschienen ist, darf einen ohnehin nichts wundern. Was könnte besser passen zum langen Pfingstwochenende, an dem die Temperaturen jenseits der 30° C klettern sollen?

Die aktuelle Ausgabe der 032c findet ihr am Kiosk und online hier: www.032c.com.

Lars Kemnitz . S/W //
Jeder, der hier im Fundbureau regelmäßig vorbeischaut, weiß ja, dass ich unlängst mein erstes Solo-Buch angekündigt habe. Das war Anfang Mai für Ende Mai. Wie das Leben manchmal so spielt, passieren ab und an unvorhersehbare Dinge, tauchen Probleme auf, wo eigentlich keine waren und keine sein sollten. Aber nun gut, Fakt ist: “S/W” wird erscheinen, aber erst in ein paar Wochen. Alle Vorbestellungen, die mich erreicht haben, gelten selbstredend weiterhin. An dieser Stelle ein großes und liebes Dankeschön an all jene. Ich bin der festen Überzeugung, in ein paar Wochen hier ein wunderbares und hochwertig produziertes Buch voller Stolz präsentieren zu können. Bis dahin bitte ich um ein wenig Geduld.
Als weiteres Vorab-Goodie gibt’s heute die beiden Cover. Da man das Buch um 180° drehen muss, um von “Sommer” zu “Winter” zu wechseln bzw. von “Winter” zu “Sommer” steht auch eines der Cover immer auf dem Kopf für den Betrachter. Man kann es also sprichwörtlich drehen und wenden, wie man möchte, einen Anfang oder ein Ende wird man nicht finden. Der Vorteil für alle, die Bücher gerne im Regal ausstellen: Je nach Laune kann man das jeweils andere Cover nehmen. Im Winter den “Sommer”, im Sommer den “Winter” oder ganz klassisch der jeweiligen Jahreszeit entsprechend.
Vorbestellen kann man übrigens immer noch :) Für den Vorzugspreis von EUR 26,00 zzgl. Versandkosten könnt ihr euch ein signiertes und handnummeriertes Exemplar der streng limitieren Auflage sichern. Dies gilt nur für Direktbestellungen, die mich über folgende E-Mail-Adresse erreichen: shop@larskemnitz.com.
Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, was meine eigenen fotografischen Arbeiten angeht, dem sei meine frisch ins Leben gerufene Facebook Page empfohlen: facebook.com/larskemnitzphotography. Klickt “Gefällt mir” und macht mich happy! Ich weiß, Eigenwerbung stinkt, aber in diesem Fall würde ich mich tatsächlich sehr freuen über Support eurerseits!

Lars Kemnitz . S/W //

Jeder, der hier im Fundbureau regelmäßig vorbeischaut, weiß ja, dass ich unlängst mein erstes Solo-Buch angekündigt habe. Das war Anfang Mai für Ende Mai. Wie das Leben manchmal so spielt, passieren ab und an unvorhersehbare Dinge, tauchen Probleme auf, wo eigentlich keine waren und keine sein sollten. Aber nun gut, Fakt ist: “S/W” wird erscheinen, aber erst in ein paar Wochen. Alle Vorbestellungen, die mich erreicht haben, gelten selbstredend weiterhin. An dieser Stelle ein großes und liebes Dankeschön an all jene. Ich bin der festen Überzeugung, in ein paar Wochen hier ein wunderbares und hochwertig produziertes Buch voller Stolz präsentieren zu können. Bis dahin bitte ich um ein wenig Geduld.

Als weiteres Vorab-Goodie gibt’s heute die beiden Cover. Da man das Buch um 180° drehen muss, um von “Sommer” zu “Winter” zu wechseln bzw. von “Winter” zu “Sommer” steht auch eines der Cover immer auf dem Kopf für den Betrachter. Man kann es also sprichwörtlich drehen und wenden, wie man möchte, einen Anfang oder ein Ende wird man nicht finden. Der Vorteil für alle, die Bücher gerne im Regal ausstellen: Je nach Laune kann man das jeweils andere Cover nehmen. Im Winter den “Sommer”, im Sommer den “Winter” oder ganz klassisch der jeweiligen Jahreszeit entsprechend.

Vorbestellen kann man übrigens immer noch :) Für den Vorzugspreis von EUR 26,00 zzgl. Versandkosten könnt ihr euch ein signiertes und handnummeriertes Exemplar der streng limitieren Auflage sichern. Dies gilt nur für Direktbestellungen, die mich über folgende E-Mail-Adresse erreichen: shop@larskemnitz.com.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, was meine eigenen fotografischen Arbeiten angeht, dem sei meine frisch ins Leben gerufene Facebook Page empfohlen: facebook.com/larskemnitzphotography. Klickt “Gefällt mir” und macht mich happy! Ich weiß, Eigenwerbung stinkt, aber in diesem Fall würde ich mich tatsächlich sehr freuen über Support eurerseits!

Mads Teglers . Oh Land . Oak - The Nordic Journal //

Da weht doch gleich eine leichte Sommerbrise durchs Wohnzimmer beim Anblick dieser Aufnahmen. Gemacht hat sie Mads Teglers von der dänischen Sängerin Oh Land, oder um beim bürgerlichen Namen zu bleiben: Nanna Øland Fabricius. Das blaugefärbte Haar bildet das visuelle i-Tüpfelchen dieser ansonsten herrlich natürlichen Portrait-Serie, die man in einem Magazin finden kann, das ich selbst erst kürzlich fand. Ganz frisch. Wieder eine jener ersten Ausgaben, von denen ich neulich in einem Beitrag schrieb, dass sie immer eine Chance verdienen. Und dieses Magazin hier ist so gut, es ist fast schon beschämend, dass ich jetzt, Anfang Juni, berichte, wo es bereits im Januar erstmalig erschienen ist. Doch manchmal brauche ich eben etwas länger.

Es mag vielleicht auch darin begründet sein, dass die internationale Distribution generell langsamer läuft als die heimische. Doch genug der Entschuldigung, her mit den Fakten. Name des guten Stücks: Oak - The Nordic Journal. Erscheinungsweise: zweimal im Jahr. Inhalt: Skandinavien in seiner Vielfalt, Kultur, Essen, Design. Alles was gut ist und gut tut eben. Serviert auf feinem Papier, denn – oho – Print lebt. Sehen auch die beiden Gründerinnen Anne Riis und Laura Terp Hansen so und schufen eine erste Ausgabe, die eine lange Lebenszeit hat und Vorfreude auf die für August angekündigte Nummer zwei macht.

Skandinavien als Herkunftsregion von Global Playern wie H&M oder IKEA kennt man, aber kennt man eigentlich noch mehr? Ich würde wagen zu behaupten: bestimmt. Nur so richtig nimmt man die skandinavische Herkunft bei manchem Künstler, Koch, Modemacher und anderen gar nicht wahr, vermute ich. Skandinavien als Marke ist längst international, der Lifestyle weltweit gefragt. Oak widmet sich diesem Lifestyle, zeigt Menschen, Produkte, Ideen. Dafür versammelten die Macherinnen eine Schar talentierter Leute um sich, die alle ihren Teil beitrugen – u.a. eben auch Fotograf Mads Teglers mit seinen Aufnahmen von Oh Land.

Mich hat’s zwar spät erreicht, doch lieber spät als nie. Überzeugt hat’s mich ohnehin sofort. Haltet Ausschau, wenn ihr ein schickes Magazin jenseits des bekannten und eintönigen Mainstreams sucht.

Oak findet ihr hier: www.oakthenordicjournal.com. Auch auf Facebook freilich. Und Mads Teglers dann hier: www.madsteglers.com.

Lara Alegre . “A Garota de Ouro Preto” . Lodown Magazine //

Bald ist es Juni, übermorgen schon. Und dann ist es nicht mehr lang und alles dreht sich nur noch ums runde Leder. Die Welt tanzt Samba vor heimischen Fernsehern, während die Kicker der Nationen sich schweißgebadet inmitten brasilianischer Proteste gegen diese achso vielversprechende WM auf dem ewigen Grün beackern. Doch bleiben wir realistisch, die Fußballer werden gut abgeschirmt in ihren Ressorts wenig mitbekommen vom Unmut des Volkes, der sich berechtigterweise gegen ihre Regierenden und die FIFA richtet. Die Frage, was dem südamerikanischen Land dieses Sportereignis am Ende bringt (außer Spielstätten, die niemand benötigt), drängt sich nicht erst seit gestern auf.

Generell ist es ja keine blöde Idee, einem aufstrebenden Land, das neben einer großen Bevölkerung auch eine große Kultur hat, eine Plattform zu verschaffen, auf der es sich der Welt präsentieren kann. Und wenn dazu eine traditionell abgöttische Fußballbegeisterung kommt, dann kann es kaum etwas Schöneres geben. Theoretisch. Klar, das Marketing wird sich freuen, dass die Hotelbetten diesen Sommer besonders ausgebucht sein werden. Und dass viele Menschen das Land auf ihre künftige Urlaubsliste setzen werden. Und dass vielleicht sogar das eine oder andere Unternehmen mehr investiert. Brasilien als Markt mit ungeahntem Potential.

Doch wenn schließlich von den vielen Versprechungen bei der Bevölkerung, sprich bei denen, die es wirklich brauchen, nichts ankommt, wenn anstatt Straßen oder Bahnen zu bauen, neue Kredite aufgenommen werden müssen, um Stadien zu errichten, für die es wider Erwarten weder Privatinvestoren noch Nutzungspläne gibt für die Zeit nach der WM, dann darf man sich nicht wundern, wenn Tausende, ja Hunderttausende auf die Straßen gehen und Krankenhäuser, Schulen und Arbeitsplätze fordern. Wer gewinnt, und das ganz sicher, ist die FIFA. Brasilien wird auf Schulden sitzen bleiben und vermutlich noch mehr anhäufen, wenn in zwei Jahren das nächste Sportereignis kommt: die Olympischen Spiele.

Doch neben Kritik soll es auch um die schönen Seiten Brasiliens gehen. Denn davon gibt es mehr als genug. Und man wird sich in den kommenden Wochen kaum retten können vor Brasilien-Samba-Heiterkeit. Das in Berlin herausgegebene, aber international vertriebene, unabhängige Lodown Magazine, eine Bibel der Straßenkultur, legt den Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe auf Land und Leute. Dass man hier nicht das serviert bekommt, was man in gängigen Massenmedien sehen und hören wird, ist selbstverständlich. Schon beim Blättern sind mir viele tolle Beiträge ins Auge gefallen, u.a. diese Modestrecke von der spanischen, in Berlin lebenden Fotografin Lara Alegre mit dem klangvollen Titel “A Garota de Ouro Preto”. Wer’s nicht besser weiß, schlägt nach und erfährt: Übersetzt bedeutet dies “Das Mädchen aus Ouro Preto”. Klingt zu Deutsch fast banal. Ouro Preto wiederum ist eine Stadt, die dank ihrer barocken Altstadt (UNESCO-Welterbe) eine der wichtigsten Touristenziele in Brasilien ist. Davon spürt man freilich in Alegres Aufnahmen nichts. Heiter unbeschwerte, gar private Momente paaren sich mit großartigen Illustrationen im typischen Querformat, das wie die stets wechselnde Gestaltung und die verschiedenen Papiersorten charakteristisch ist fürs Magazin. Diese Ausgabe sollte neben Caipi-Zutaten, Ailton-Bratwurst und Autofahne diesen Juni zum Must-have gehören ;)

Und so endet dieser Beitrag doch mit einem Augenzwinkern. Manchmal liegen Freude und Unmut leider allzu nah beieinander.

Holt euch die aktuelle Ausgabe am Kiosk und besucht Lara Alegres Portfolio: www.laraalegre.com.