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"My Week With Marilyn" . Michelle Williams . Annie Leibovitz . Vogue US //

Marilyn Monroe ist wieder in aller Munde - zu verdanken ist das dem jüngst auch offiziell gestarteten Streifen “My Week With Marilyn” - in der Hauptrolle die wunderbare Michelle Williams. Und wie auf obigen Bildern von Kamera-Ikone Annie Leibovitz, erschienen in der vergangenen Oktober-Ausgabe der US Vogue, gibt Williams die Monroe so unfassbar authentisch, dass man ihr nur allzu gerne glaubt. Es ist im Nachhinein kaum eine bessere Besetzung vorstellbar. Williams wollte die Rolle Berichten zufolge unbedingt haben; nachdem mir ihr Auftritt in “Blue Valentine” vom letzten Jahr noch gut Erinnerung ist, untermalt sie damit ihre Wandlungsfähigkeit par excellence. Doch schon in ganzer Breite mangelt es “My Week With Marilyn” nicht an guten Akteuren: ein als Laurence Olivier bestechender Kenneth Branagh, der junge Eddie Redmayne als Colin Clark, jener dritte Regie-Assistent, der mit seiner Buchfassung über seine “Woche mit Marilyn” von 1995 nicht nur berühmt wurde, sondern auch Vorlagengeber für den Film war. Desweiteren sieht man Leinwand-Legende Judi Dench sowie Emma Watson als Garderoben-Assistentin Lucy. Es ist ein sehr britischer Film, nicht nur, weil die gezeigten Dreharbeiten Ende der 50er in den Pinewood Studios Nahe London stattfanden. Die Atmosphäre des Films mutet schlicht britisch an – eine Welt, mit der die damals als größter Star verehrte Monroe ihre Schwierigkeiten hat. So kommt es zu Spannungen zwischen ihr und Olivier, ihr frisch Angetrauter, Autor Arthur Miller, reist ab, weil er nicht schreiben kann, und sie bleibt zurück mit Zweifeln an sich, ihrem Können, den hohen Erwartungen an sie seitens Olivier und der Produktion. In dieser Phase, in der sie zeitweise sehr labil wirkt und das eine oder andere Mal auch zu viele Pillen nimmt, tritt Colin Clark, dritter Regie-Assistent und Mann für alles am Set. Die beiden haben eine kurze Affäre, doch im Grunde ist klar, dass, wenn die letzte Klappe fällt, auch die Affäre beendet sein wird. Und so ist es. Marilyn reist wieder ab, doch nicht ohne ein finales Goodbye mit Augenzwinkern. Der Film besticht insgesamt mit Spielfreude, Leichtigkeit, ohne flach zu sein. Die Atmosphäre stimmt, Michelle Williams wurde absolut zurecht für den Oskar nominiert. Sie ist der eigentliche Star. Doch hier fällt in der Tat keiner ab. Kino kann Spaß machen. Diese bislang kaum beleuchtete Episode im Leben der Monroe und der übersichtliche Zeitraum der Erzählung – immerhin geht es nicht um ein Biopic über ein ganzes Leben, sondern bloß um eine einzige Woche – geben den optimalen Rahmen für dieses äußerst sehenswerte Werk. Dicke Empfehlung für alle Cineasten!

  1. retalhos-e-rabiscos hat diesen Eintrag von larsfundbureau gerebloggt
  2. sole12 hat diesen Eintrag von larsfundbureau gerebloggt
  3. von larsfundbureau gepostet