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Ola Rindal . Purple Magazine Jubiläumsausgabe //

Der Norweger Ola Rindal gehört freilich eher zu der Sorte Fotograf, die sich nicht aufdrängen – weder vom Veröffentlichungsrhythmus neuer Arbeiten her noch von der Bildsprache. Und trotzdem war er hier schon Thema im Fundbureau. Zu Recht! Er verbindet einen sehr klaren, unprätentiösen Stil mit einem feinen Gespür für Stimmungen und suggestiver Kraft, die sich vor allem im Kopf der Betrachter entfaltet. Denn offensichtlich passiert selten viel in Olas Bildern. Ruhige Momente. In die Ferne gerichtete Blicke. Abgewandtheit und stille Beobachtung. Introvertierte Aufnahmen, die nicht sagen wollen, aber viel sagen können. Wenn man berührt wird, den eigenen Zugang findet. Dazu gehört auch die mehrmalige Auseinandersetzung mit dem Bild. Immer wieder hinsehen. Und irgendwann dämmert es womöglich. Oder auch nie. Aber nicht schlimm. Es bleibt die schlichte Ästhetik, die Schönheit der Komposition. Für die Jubiläums-Ausgabe des französischen Fashion-Magazins Purple, das 1992 von Olivier Zahm ins Leben gerufen wurde als Reaktion auf den oberflächlichen Glamour der 80er Jahre, enstand obige Strecke. Purple ist seit jeher dem Underground verpflichtet, provoziert gerne, nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Fotografen wie Terry Richardson, Juergen Teller oder Wolfgang Tillmans, die allesamt für eine Art “Neuen Realismus” in der Mode-Fotografie der 90er standen, der sie berühmt machte. In der recht freizügigen Tradition des französischen Blattes steht der ebenfalls in Frankreich, genauer gesagt in Paris lebende Ola Rindal nicht ganz, obwohl auch obige Strecke hier und dort Anspielungen enthält. Diese sind tatsächlich aber intelligenter Natur. Getreu dem Motto: “Spannend ist vor allem das, was man nicht sieht.” Anregung der eigenen Vorstellungskraft. Stimulation. Wer sich für die Bilder von Herrn Rindal interessiert, dem sei seine Webseite empfohlen: www.olarindal.com oder die seiner Agentur: www.adamsky.fr

Ein Wort noch in eigener Sache: Wie ihr vielleicht bemerkt habt, gibt es kürzlich einen neuen Service im Fundbureau, gleich in der rechten Randspalte: den Fundbureau Feed. Es wurde Zeit, so dachte ich, dass sich das Fundbureau einen RSS Feed gönnt. Wer will, ist herzlich eingeladen, diesen zu abonnieren! So verpasst ihr keinen Post mehr. Und meine Frequenz hier ist ja durchaus moderat, von Spam-Alarm dürfte da keine Rede sein. Ob im RSS Reader eurer Wahl oder ganz einfach per E-Mail kommt das Fundbureau dann pünktlich zur Frühstückszeit zu euch ins Postfach. Ich bin noch ein wenig am Experimentieren, daher nicht wundern, sollte sich mal etwas ändern. Freue mich über zahlreiche Abonnenten! Und wem das alles zu viel Abonniererei ist, der darf gerne auch weiterhin unverbindlich hereinschauen! Die Fundbureau-Tür ist stets geöffnet…

  1. von larsfundbureau gepostet