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Erik Madigan Heck . W Magazine “The Shot” //

Nicht nur weil es Herbst ist und aufs Schönste verfärbte Laubwälder die Landschaft säumen, passen obige Aufnahmen in den Kontext. Nein, sie sind überdies das Werk eines bemerkenswerten, jungen Künstlers, der anlässlich des 40-jährigen Bestehens des US-amerikanischen W Magazine für ihren neu geschaffenen Wettbewerb “The Shot” nominiert wurde, zusammen mit 5 anderen Talenten. Gesucht und unterstützt wird die nächste Generation an großen Mode-Fotografen beziehungsweise Mode-Fotografinnen. Und fürs W Magazine gehört Erik Madigan Heck definitiv dazu. Geboren 1983 in Excelsior, Minnesota (USA) als Sohn kroatischer und nord-irischer Eltern, studierte er zunächst u.a. Politikwissenschaften, bevor er an der renommierten Parsons New School in New York seinen Abschluss in Fotografie und Film machte. Sein Interesse an Kunstgeschichte und Malerei spiegelt sich immer wieder in seinen Arbeiten, er ist ein wahres Multitalent, malt auch selbst. Zumeist fotografiert Heck analog. Obgleich viele seiner Bilder digital manipuliert anmuten, sind sie auf sehr traditionelle Weise in der Dunkelkammer entstanden and dort manuell bearbeitet worden. Zum Beispiel bei der obigen Serie für die britische Designerin Felicity Brown, die im New Yorker Botanischen Garten enstanden ist: Heck behandelte den Wald bei der Entwicklung mit einem speziellen Gel und so färbte sich dieser eben rot. Die Fashion-Branche bietet ihm genug Freiraum, seine Ideen zweckgebunden einzusetzen und zu verwirklichen. Und doch verwischen hier die Grenzen zwischen Kommerz und Kunst. In meinen Augen bewegt er sich eher im Bereich der Kunst, die von Projekt zu Projekt für kommerziellere Zwecke verwendet wird. Es ist am Ende ein visionärer, künstlerischer Schaffensprozess und weniger eine Auftragsarbeit. Und so gerät der eine oder andere Kunde manchmal ins Schwitzen, wenn Erik schlicht mit einer 15 Jahre alten, voll manuellen 35mm Canon EOS 630 anreist, keine Kontroll-Polaroids schießt und ohne komplizierte Technik und Assistenten auskommt. Man weiß ja, warum man den Mann bucht, kennt sein Werk. Diese Arbeitsweise – kombiniert mit digitalen Prozessen, teilweise dem Impressionismus angelehnten Malereien, enormer Kreativität und angereichert mit umfangreichem, kunsthistorischen Wissen – zeichnet ihn aus und macht den Mann so spannend. Und genau hier ist vermutlich der Grund für seine Nominierung zu finden. Er ist einer, den man sich merken sollte und unbedingt auf die To-Watch-Liste aufnehmen darf, so man denn eine hat. By the way ist er auch Gründer einer eigenen Zeitschrift namens Nomenus Quarterly: www.nomenusquarterly.com Sein Portfolio gibt es hier: www.maisondesprit.com

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