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Film (2) . Juergen Teller . Best Performances . W Magazine //

Ich hatte es schon angesprochen: Nach der Berlinale kommt die Oscar-Verleihung im Februar, die bereits ihre langen Schatten vorauswirft. Seit die Golden Globes vergeben sind und die Nominierten feststehen, wird wild spekuliert, wer denn dieses Jahr und welcher Film überhaupt und ob Steven Spielberg oder vielleicht doch jemand anderes am Ende triumphiert. Eine Wahrheit ist auf jeden Fall, dass es schlicht zu wenige Oscars gibt, um jedem Darsteller, der im vergangenen Filmjahr brilliert hat, einen solchen zu verleihen. Verdient hätten ihn gewiss viele von Daniel Day-Lewis (“Lincoln”) über Philip Seymour Hoffman (“The Master”), Jennifer Lawrence (“Silver Linings”), Marion Cotillard (“Der Geschmack von Rost und Knochen”) bis hin zu Jessica Chastain (“Zero Dark Thirty”) oder Christoph Waltz (“Django Unchained”) oder Quvenzhané Wallis (“Beasts of the Southern Wild”).

Da es einfach so viele herausragende Performances gab und nicht alle nominiert sind respektive die erhoffte goldene Trophäe bekommen werden, hat das W Magazine in seiner Februar-Ausgabe Fotograf Juergen Teller losgeschickt, um sie alle abzulichten. Im Teller-Stil natürlich. Mit viel Blitz und wenig Feingefühl und auf frischer Tat ertappt, möchte man bei einigen Aufnahmen meinen, wenn man beispielsweise einen Philip Seymour Hoffman gänzlich unprätentiös mit schmuddeliger Hose und Schal und Wollmütze und Fahrrad im Hintergrund des Abends vor einem Hauseingang sieht. Von Glamour keine Spur, der rote Teppich scheint meilenweit entfernt. Aber gerade hier – man mag Juergen Tellers Ästhetik gut oder schlecht finden – liegt der Charme, denn der Betrachter realisiert: “Huch, das sind ja auch nur Menschen wie du und ich!” Wo sich der Retuscheur an so manchem Hollywood-Sternchen fürs perfekte Cover richtig ins Zeug gelegt hat, da begegnet einem bei Juergen Teller die Wirklichkeit direkt und ungeschönt. Und oft ist diese gar nicht so grausam, wie man im ersten Moment vermuten könnte. Klar hat man Emma Stone schon anders gesehen, vielleicht auch besser in Szene gesetzt, aber auf dem Titel des W Magazine und in der entsprechenden Strecke strahlt sie doch etwas durch und durch Authentisches aus, gewöhnlich und verletzlich und dennoch wunderschön. Hierin besteht die Kunst Tellers und das schätze ich an ihm. Mehr zu sehen gibt’s in der Februar-Ausgabe des W Magazine oder hier.

  1. wangalex hat diesen Eintrag von larsfundbureau gerebloggt
  2. tylerxadair hat diesen Eintrag von larsfundbureau gerebloggt und das hinzugefügt:
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  3. yangsound hat diesen Eintrag von larsfundbureau gerebloggt
  4. that1whovian hat diesen Eintrag von larsfundbureau gerebloggt
  5. von larsfundbureau gepostet